Jugendamt cochem

Die Aufbruchsstimmung aus der Zeit, als das Jugendamt Cochem beim sogenannten "Cochemer Modell" mitgewirkt hat, ist nach der Pensionierung von Richter Jürgen Rudolph im Jahr 2008 rasch wieder verflogen. Derzeit neigen zumindest einige Mitarbeiter des Amts dazu, gegenüber ihrer minderjährigen Klientel auf eine Weise zu agieren, die das Kindeswohl massiv gefährdet. Dazu befleißigen sich die betreffenden Personen einer üblen Hetze gegen missliebige Elternteile und schrecken nicht einmal davor zurück, in Sorgerechts- oder Umgangsverfahren erlogene Aussagen zu tätigen.

 

Auch kritische Berichterstattung mögen die Damen und Herren nicht so gerne und versuchen, sie auf plumpe Weise zu behindern: Leute, die bei Google "Jugendamt Cochem" eingeben, bekommen auf den Plätzen 1 bis 6 Einträge der Kreisverwaltung Cochem-Zell und eines obskuren "Bürgerservice Rlp" serviert, deren Informationsgehalt bei Null liegt. Einziger Sinn und Zweck ist, negative Beiträge über das Jugendamt Cochem auf die hinteren Plätze bzw. möglichst auf Seite 2 der Google-Suche zu verbannen. Weil letzteres bis jetzt nicht funktioniert hat, wird zur Unterdrückung freier Meinungsäußerungen mittlerweile eine weitere Methode praktiziert: Dem Vernehmen nach müssen die Mitarbeiter des Amts auf Weisung ihrer Vorgesetzten jetzt wie die Geisteskranken die Einträge des Jugendamtes Cochem im Branchenbuch und dem Verzeichnis "Ortsdienst" anklicken, damit diese an sich ebenfalls uninteressanten Seiten in der Suchmaschine nach vorne rücken.

 

Angesichts dieser peinlichen Manöver des Amtes und der im folgenden geschilderten Leistungen seiner Bediensteten kann ich nur sagen: Gott sei Dank wird dieser kleine korrupte Landkreis (und im Zuge damit dieses furchtbare Jugendamt) anlässlich der Gebietsreform 2019 aufgelöst. Zwar werden die Gestalten dann natürlich anderswo weiterbeschäftigt, aber man darf zumindest hoffen, dass sie in einem fortschrittlichen Jugendamt landen, in dem ihr Horizont erweitert wird und sie endlich lernen, sich wirklich konsequent für das Wohl ihrer Schützlinge einsetzen, anstatt beschränkten und machtgeilen FamilienrichterInnen in den Hintern zu kriechen (mit Blick auf einige Angehörige des Jugendamtes Cochem erscheint diese Hoffnung allerdings illusorisch: Hier hilft nur die Versetzung in einen gänzlich neuen Wirkungskreis wie zum Beispiel die Friedhofsverwaltung, damit diese Kinderfeinde neutralisiert werden und in Zukunft keinen Schaden mehr anrichten können).

 

 

Basisdaten

 

Das Jugendamt Cochem befindet sich in der Kreisstadt Cochem und ist der Verwaltung des rheinland-pfälzischen Landkreises Cochem-Zell angegliedert.

 

Die Zahl der Mitarbeiter beläuft sich derzeit (Stand 27.09.2016) auf insgesamt 35 (Ilona Batta, Christa Berenz, Christina Birringer, Carmen Blümling, Marco Boos, Martina Christmann, Brigitte Cornely, Tobias Emschermann, Christina Frank, Stefan Gorges-Beyer, Christoph Greve, Nicole Hetger, Angelika Hillesheim, Ursula Holl, Nina Kannenberg, Anna Kranz, Marco Krebber, Elvira Linden, Gerti Linden-Lülsdorf, Thomas Mauer, Anna Moritz, Mechthild Nitzsche, Mario Oster, Barbara Petri, Ralf Schauf, Nicole Spies, Carolin Tasch, Melanie Ternes, Melissa Thees, Stefan Theisen, Stefanie Vanzetta, Kathrin Wambach, Stephan Weber, Anja Winkler).

 

Das Amt ist in drei Abteilungen untergliedert, im Einzelnen "Jugend und Familie" (6 Mitarbeiter)[2], "Jugend und Familie - Allgemeine Dienste" (13 Mitarbeiter)[3], "Pädagogische Hilfen, Schutz für Kinder" (21 Mitarbeiter)[4]. Die höhere Gesamtzahl ergibt sich daraus, dass einige Mitarbeiter (Christina Frank, Marco Krebber, Anna Moritz, Mechthild Nitzsche, Mario Oster, Melanie Ternes, Stephan Weber) in jeweils zwei Abteilungen gelistet werden.

 

Dazu wird auf einer Netzseite der Kreisverwaltung Cochem-Zell [5] die zuständige Dezernentin Frau Schatz-Fischer dem Jugendamt zugeordnet. Sie ist jedoch auch für die Leitung anderer Fachabteilungen bzw. Dezernate zuständig.

 

Bei einer Zahl von 273 Mitarbeitern für die gesamte Kreisverwaltung könnte es sich beim Jugendamt um das größte Dezernat der Kreisverwaltung Cochem-Zell handeln.

 

Statistische Angaben über die Zahl der vom Jugendamt Cochem betreuten Fälle liegen nicht vor.

 

Im Landkreis Cochem-Zell, dem Zuständigkeitbereich des JA Cochem, leben auf einer Fläche von 720 qkm 62.949 Einwohner (Stand Dezember 2011). Von diesen gehören insgesamt 11.887 zur Altersgruppe der bis 20-Järigen.[6] In Verbindung mit den Angaben aus "meinestadt.de" zur Altersverteilung[7] ergibt sich bei rund 8.900 Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre (als "Kundenkreis" des JA Cochem) eine statistische Dichte von einem Jugendamt-Mitarbeiter pro 254 Kinder und Jugendliche.

 

 

Schnee von gestern

 

Zu Beginn der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren Vertreter des JA Cochem an der Entwicklung des sogenannten "Cochemer Modells" beteiligt. Für einige Zeit wurde es im Kreis der beteiligten Professionen und nicht zuletzt von Vätern euphorisch gefeiert. Bei  Umgangsverfahren nach einer Trennung bzw. Scheidung der Eltern haben die Mitarbeiter der Behörde in Anlehnung an die vormaligen Grundsätze der Cochemer Praxis eine neutrale Haltung eingenommen: Stellungnahmen gegenüber dem Gericht wurden möglichst so gestaltet, dass der Konflikt nicht weiter angeheizt wird; auch das Handeln des Amts orientierte sich an dieser Maxime.

 

Mit dem Weggang seines Initiators war jedoch ausgerechnet an seinem Entstehungsort das Ende des Modells besiegelt: Die NachfolgerInnen von Richter Rudolph waren bzw. sind extrem väterfeindlich eingestellt, weshalb das Modell in Cochem seit dem Weggang seines Mentors nicht mehr praktiziert wird. Das Jugendamt der Kreisverwaltung Cochem-Zell hat die im Beitrag "Cochemer Modell" beschriebene Kehrtwendung bereitwillig mitgemacht und seine Fahne in den richterlichen Wind gehängt. Dennoch haben sich die sowohl die RichterInnen des Cochemer Familiengerichts wie auch die Mitarbeiter des Jugendamts noch bis in das Jahr 2015 hinein mit den verwelkten Lorbeeren geschmückt. Erst nach zunehmend kritischen Berichten im Internet wurde der „Arbeitskreis Cochem“ aufgelöst.

 

Inzwischen unterstützen die Mitarbeiter des Amts wieder bedingungslos das Freund-Feind-Schema der FamilienrichterInnen vom AG Cochem, das heißt sie ergreifen einseitig Partei für den vom Gericht favorisierten Elternteil, während der andere Elternteil in ein schlechtes Licht gerückt wird. Hierzu bedienen sich die Mitarbeiter des Amtes teilweise ausgesprochen primitiver wie skrupelloser Methoden; gegenüber den betroffenen Kindern agieren sie, wie im Folgenden aufgezeigt wird, nicht selten regelrecht brutal. 

 

 

Stasimäßige Einsätze in der Grundschule

 

Inzwischen ist es anscheinend gängige Praxis, dass Mitarbeiter des Jugendamtes, in der Regel gleich zu zweit, unangemeldet in der Grundschule Cochem auftauchen, um Kinder aus dem Unterricht zu zerren und sie über ihre Eltern bzw. einzelne Elternteile zu befragen. Dabei werden die Lehrerinnen der Kinder dem Vernehmen nach massiv bedrängt, die Kinder herauszugeben; letztere wären nach den "Befragungen" - eigentlich muss man eher von Verhören sprechen - sichtlich verstört. Danach wird dann ein Bericht verfasst und hier neigen zumindest einige Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen des Cochemer Jugendamts offenbar dazu, missliebige Elternteile durch Falschbehauptungen und niveaulose, teilweise regelrecht dreckige Verleumdungen zu verunglimpfen. Nachdem mir bereits einige Väter und auch eine Mutter über sehr negative Erfahrungen mit bestimmten Personen berichtet hatten - auf der Netzseite zum AG Cochem bin ich als "örtlicher Ansprechpartner" des Väternotrufs aufgeführt - habe ich kürzlich selbst erlebt, wie man derzeit beim Jugendamt Cochem zu arbeiten pflegt:

 

Auf Betreiben von Richter Kaboth vom hiesigen Familiengericht begaben sich zwei Mitarbeiter des Amtes (Herr Boos und eine Frau Pitsch, die aber unter den Mitarbeitern des Jugendamtes bzw. der Kreisverwaltung nicht mehr auffindbar ist) in die Grundschule Cochem, um meinen achtjährigen Sohn auf die oben geschilderte Weise zu vernehmen. Dieses Mal wurde ihr mit Blick auf das Kindeswohl ausgesprochen unsensibles, um nicht zu sagen brutales Vorhaben jedoch durch das beherzte Einschreiten der Klassenlehrerin des Kindes verhindert: Jene weigerte sich, das Kind aus dem Unterricht zu holen und gewährte den Schergen des Amts keinen Zugang zu ihm. Daraufhin wurde dann die Lehrerin selbst vernommen. In dem von einer Person namens Carolin Tasch verfassten Bericht stand später der Satz: 

 

Zitat:

«Wenn, dann käme es mal vor, dass der Junge nach einem Vaterwochenende ungewaschen in die Schule kommen würde!»

 

Tatsächlich, und das ist über die Maßen peinlich, hatte die Lehrerin nichts dergleichen gesagt. Bei der Befragung war auch die Direktorin der Grundschule anwesend und in einem von Beiden unterzeichneten Schreiben wurde dem Jugendamt mitgeteilt, dass sie sich dagegen verwahren würden, auf eine solche Weise instrumentalisiert zu werden, um die Eltern gegeneinander auszuspielen. Auch wäre es doch wohl üblich, dass man ihnen das Gesprächsprotokoll zur Kenntnisnahme bzw. Unterschrift vorlegt, was aber eben nicht geschehen war.

 

Fakt ist: Die in Bezug auf meine Person herabwürdigende und ehrverletzende Aussage in dem "Bericht" ist nachweislich erstunken und erlogen. Man fragt sich: Was soll eine derart primitive Hetze? Vor allem aber ist es absolut inakzeptabel, wenn sich Mitarbeiter des Jugendamtes in einer Grundschule gegenüber Lehrerinnen und sehr jungen Kindern wie Angehörige der Stasi aufführen und damit insbesondere bei den betroffenen Kindern seelische Schäden verursachen. In einem Schreiben an das Jugendamt haben sich die Lehrkräfte der Grundschule nachdrücklich gegen die Fortsetzung dieser Praxis ausgesprochen. Was mich betrifft, habe ich wegen der verleumderischen Äußerung im besagten Bericht beim Landrat des Kreises Cochem-Zell eine Dienstaufsichtsbeschwerde erhoben. Diese wurde mit einer Falschaussage beantwortet. Auf meine Erwiderung, in der ich auf die falsche Aussage hingewiesen habe, erfolgte keine Reaktion mehr.

 

 

Missachtung des Kindeswillens, Gefährdung des Kindeswohls

 

Ausgerechnet in der Abteilung  "Pädagogische Hilfen, Schutz für Kinder" gibt es mindestens zwei Mitarbeiterinnen, vor denen man eigentlich die von ihrem Wirken betroffenen Kinder beschützen müsste.

 

Im Duett lügt es sich besser (oder: "Kindermund tut Wahrheit kund")

 

Inzwischen hat sich durch die wohlwollende Vermittlung des Familiengerichts Cochem eine bemerkenswerte Allianz ergeben, in der es zu ausgesprochen fragwürdigen Vorgängen kommt:

 

Unlängst wurde in einem von der Kindsmutter angestrengten Sorgerechtsverfahren um meinen jüngsten Sohn ein Mitarbeiter des Jugendamts Mayen-Koblenz, ein gewisser Herr Mathar, zum Verfahrensbeistand für das Kind bestimmt. Dabei liegt die Aufgabe eines solchen Beistands darin, die Interessen des Kindes quasi als sein Anwalt in dem gerichtlichen Verfahren zu vertreten und seine Willensäußerungen, das heißt seine Wünsche und sonstige Aussagen zu seiner Lebenssituation und gewollten Veränderungen, authentisch widerzugeben und in das Verfahren einzubringen.

 

Zuvor waren die Willensbekundungen meines Sohnes in einem Parallelverfahren von einem anderen Verfahrensbeistand bei Gericht unverfälscht vorgetragen worden. Merkwürdigerweise wurde diese Person - ein selbstständig tätiger Sozialpädagoge - vom zuständigen Richter, namentlich dem schon oben erwähnten Herrn Kaboth, in dem neuen Verfahren nicht mehr beauftragt. Das Jugendamt Cochem hatte schon in einem früheren Verfahren unverhohlen die Interessen der Kindsmutter, einer Kollegin aus der Kreisverwaltung, vertreten und beispielsweise wohlwollend weggeschaut, als der ältere Bruder des nun betroffenen Kindes über einen längeren Zeitraum von seiner Mutter psychisch misshandelt worden war. Damit nicht genug: Nachdem dieser ältere Bruder in den Haushalt des Vaters geflüchtet war, wollte Frau Petri ihn mit Polizeigewalt zur Mutter zurückschaffen lassen (siehe unten). Als jetzt ein Jugendamtler von der Nachbarbehörde Mayen-Koblenz zum Beistand seines jüngeren Bruders gekürt wurde, bemerkte der Ältere trocken: 

 

Zitat:

«Da hätte der Richter auch gleich jemand vom Jugendamt Cochem nehmen können!»

 

Während der alte Beistand die Aussagen des Kindes 2014 wortgetreu protokolliert und in einem schriftlichen Bericht festgehalten hatte,  legte Herr Mathar keinen Bericht vor. Dafür ergaben sich nun ganz erhebliche Widersprüche zwischen dem, was mein Sohn angeblich gesagt bzw. zu verstehen gegeben haben soll und den eigenen Schilderungen des Kindes. Als ich den Jungen über die Widergabe seiner vermeintlichen Aussagen durch den neuen "Beistand" informiert hatte, war er jedenfalls regelrecht geschockt, hat die Darstellungen von Herrn Mathar gleich in mehrfacher Hinsicht als unwahr bezeichnet und erklärt, was er tatsächlich gesagt habe. Dazu urteilte das Kind über die Ausführungen von Herrn Mathar wörtlich:                                 

 

Zitat:

«Der lügt, aber er lügt schlecht!»

 

Wie sehr sich das Kind getäuscht und verraten fühlt, offenbarte die Feststellung: 

 

Zitat:

«Eigentlich dachte ich, der wäre ganz nett.»

 

Nachdem dann am 25.08.2016 ein Gerichtstermin stattfand, in dem der jetzige "Beistand" seine dubiosen Aussagen wiederholt hatte, wurde das Kind von meinem Anwalt alleine befragt und hat eindrucksvoll bekräftigt, dass nicht nur sein sogenannter Beistand, sondern auch die ebenfalls beim Termin anwesende Mitarbeiterin des Cochemer Jugendamts (hierbei handelte es sich um die bereits erwähnte Frau Tasch), vor Gericht offenbar eine Schmierenkomödie aufgeführt aben. Konkret war Frau Tasch ihrem Kollegen, nachdem sich dieser wie ein Aal gewunden und in Widersprüche verwickelt hatte, mit einer plumpen Falschaussage beigesprungen und hatte behauptet, das Kind habe ihr gegenüber bei einer Befragung im Haushalt der Mutter am 01.06.2016 erklärt, es wäre mit der jetzigen Umgangsregelung zufrieden und wolle sie beibehalten. Der Verfahrensbeistand hatte zuvor ähnliches behauptet, dann aber, konfrontiert mit den Aussagen des Kindes, einen Rückzieher gemacht und bestätigt, der Junge hätte sich in dem Gespräch eine hälftige Aufteilung der Umgangszeiten gewünscht. Später tischte Herr Mathar noch eine dritte Version auf und meinte, der Junge habe plötzlich angefangen zu weinen und gar nichts gesagt. Damit nicht genug, hatte der "Beistand" mir zunächst weismachen wollen, es habe im Haushalt der Mutter überhaupt keine Befragung des Kindes stattgefunden (im Übrigen gab der "Beistand" mehrmals zum Besten, er würde bewusst keine wörtlichen Äußerungen des Kindes widergeben, sondern schwafelte nebulös davon, er habe bestimmte Aussagen des Kindes - welche, blieb sein Geheimnis - "interpretiert". Außerdem könne er sich Wochen später auch nicht mehr an die "Gedanken und Gefühle" eines Kindes erinnern. Notizen macht sich der Mann offenbar keine!).

 

Wie schon über die Aussagen seines "Beistands" war das Kind auch über jene der Jugendamtsmitarbeiterin ausgesprochen bestürzt und stellte richtig, dass Frau Tasch mit ihm lediglich über die Schule gesprochen habe, sonst nichts! Ein Vermerk zu dem angeblichen Gespräch vom 01.06.2016 war bis zum Tag der Verhandlung (25.08.2016) weder dem Gericht noch einem anderen Beteiligten übersandt worden. Der wurde dann nachgereicht; allerdings dürfte er eine plumpe Fälschung sein, wie ein blöder Fehler, der Frau Tasch unterlaufen ist, beweist: Sie behauptete nämlich, der Junge habe bei der Befragung durch sie [am 01.06.2016] gesagt, er hätte auch schon Herrn Mathar mitgeteilt, dass er die jetzige Umgangsregelung beibehalten wolle. Peinlich ist, dass Herr Mathar das Kind jedoch erst zwei Wochen später, namentlich am 15.06.2016 befragt hatte. Sowohl am ersten Wochenende im Juni als auch am 08.06.2016 hatte mir das Kind gesagt, der Verfahrensbeistand sei noch nicht bei ihm gewesen. Am 17.06.2016 erzählte der Junge mir dann, Herr Mathar habe zwei Tage zuvor erstmals mit ihm gesprochen; Herr Mathar hatte mir gegenüber dieses Datum als Erstkontakt bestätigt und das Kind sagte außerdem vor einigen Tag klipp und klar zu meinem Anwalt, er habe zuerst mit Frau Tasch und danach mit Herrn Mathar geredet.

 

Rein juristisch betrachtet hat Frau Tasch übrigens eine Straftat begangen, namentlich eine uneidliche Falschaussage. Viel schlimmer ist jedoch, dass es für Kinder natürlich überaus belastend ist, wenn Menschen, von denen sie eigentlich Hilfe erwarten, ihnen unverfroren erlogene Aussagen den Mund legen. Als logische Folge derart niederträchtigen Handelns müssen solche Kinder schon in jungen Jahren das Vertrauen in die Rechtschaffenheit staatlicher Institutionen verlieren. Fakt ist: Personen, die sich derart unverfroren zu kindeswohlschädigenden Manipulationen hinreißen lassen, sind in einem Jugendamt definitiv fehl am Platz!

 

Mit Schreiben vom 07.09.2016 hat mein Anwalt, nachdem er zuvor selbst mit dem Kind gesprochen hatte, den Landrat des Kreises Cochem-Zell als zuständigen Dienstherrn über den Vorgang informiert und darum gebeten, Frau Tasch von Verfahren, an denen ich beteiligt bin, abzuziehen und eine andere Mitarbeiterin bzw. einen anderen Mitarbeiter zu bestellen.

 

Der macht es nur noch schlimmer!

 

Dieser Satz war die spontane Reaktion meines ältesten Sohnes Karl auf die Stellungnahme, mit der Landrat Schnur den Vortrag meines Anwalts bezüglich der dreisten Lüge seiner Untergebenen beschieden hatte. Wie zuvor erwähnt, hatte die Jugendamtsmitarbeiterin dem jüngeren Bruder von Karl eine von ihr erfundene Aussage angedichtet, wobei ihr allerdings ein grober Schnitzer unterlaufen war.

 

Nach sehr langer Bedenkzeit – für seine erbärmliche Antwort benötigte der ranghöchste Kommunalbeamte, bei dem es sich zugleich um einen der führenden Politiker des Landkreises Cochem-Zell handelt, gut einen Monat – hat sich der Landrat dazu entschlossen, seiner Mitarbeiterin ohne nähere Prüfung des Sachverhalts Rückendeckung zu gewähren. Summa summarum enthält das ausgesprochen dürftige Schreiben nicht einen Satz, der einer Widergabe wert wäre. Zu dem klaren Faktum, welches die Falschaussage von Frau Tasch eindeutig als solche entlarvt, vermeidet Landrat Schnur jedwede Stellungnahme.

 

Seit Jahren wird in den Medien zunehmend darüber geklagt, immer mehr Menschen würden sich von der Politik abwenden, weil sie deren Vertreter als unaufrichtig und moralisch verkommen wahrnähmen. Tatsächlich ist dieser Trend quer durch alle Altersgruppen zu beobachten, aber gerade mit Blick auf junge Menschen besonders bedauernswert. Hinsichtlich meines Sohnes befürchte ich, dass die Erwiderung des Landrats in ihrer geistigen Substanz und der inneren Haltung, die sie offenbart, exakt diesen Effekt hervorrufen bzw. verstärken wird. Meines Erachtens fördern Leute wie Herr Schnur, soweit sie unkorrektes Handeln von Verwaltungsbeamten unter den Teppich kehren wollen, nicht nur Politikverdrossenheit, sondern eine Verachtung gegenüber dem gesamten Staat bzw. all seinen Organen gegenüber. Problematisch ist dabei, dass es hierzulande inzwischen allzu viele Funktionsträger gibt, denen jegliche Einsichtsfähigkeit in Bezug auf die fatalen Konsequenzen ihres Verhaltens abhanden gekommen ist.

 

Noch mal Glück gehabt - quasi ein Freispruch dritter Klasse!

 

Wegen ihrer Falschaussage und der Fälschung eines Beweismittels hatte ich bei der Staatsanwaltschaft Koblenz Anzeige gegen Frau Tasch erstattet. Zwischenzeitlich hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren erwartungsgemäß eingestellt. Erwartungsgemäß deshalb, weil Staatsanwälte eigentlich Wichtigeres zu tun haben und außerdem nur eine geringe Neigung besitzen, Leute anzuklagen, die - wie sie selbst - Staatsdiener sind. Bemerkenswert ist allerdings Folgendes: Wie ihr Schreiben vom 15.03.2017 erkennen lässt, geht auch die Staatsanwaltschaft davon aus, dass Frau Tasch vor Gericht gelogen hat. Einer Strafverfolgung ist sie nur aufgrund einer juristischen Spitzfindigkeit entgangen: Richter Kaboth hatte Frau Tasch am 25.08.2016 nicht als Zeugin in einem förmlichen Beweisverfahren, sondern netterweise lediglich als "Mitwirkende" im sogenannten Freibeweisverfahren vernommen. Und dieser Personenkreis darf - man höre und staune - auch vor Gericht straffrei lügen.

 

 

Beihilfe zur Verschleppung von Kindern

 

Bei familiären Problemen sieht das Amt seine Aufgabe primär darin, Mütter dahingehend zu beraten, wie sie die Kinder bei einer Trennung gegen ihren Willen aus ihrem angestammten Zuhause verschleppen können.

 

Nach in Fachkreisen allgemein vorherrschender Auffassung ist es für Kinder extrem belastend, wenn sie nicht nur plötzlich mit der Trennung der Eltern konfrontiert werden, sondern zugleich auch noch verkraften müssen, wie sie von einem Tag auf den anderen Tag ihr vertrautes Wohnumfeld verlassen müssen. Anerkanntermaßen gilt dies insbesondere im Falle von Kleinkindern. Umgekehrt wird von den beteiligten Professionen immer wieder argumentiert, gerade in der schwierigen Phase der Trennung solle Kindern möglichst das Familienheim erhalten bleiben. Dieser Grundsatz findet regelmäßig seinen Niederschlag in entsprechenden Gerichtsentscheiden, so beispielsweise im Beschluss des OLG Köln vom 19. April 2012.[8]

 

Von daher wäre in einem Verbringen der Kinder in eine andere Umgebung eine von der Mutter betriebene Kindeswohlgefährdung zu sehen, sofern es für diese Maßnahme keine wirklich zwingenden Gründe gibt. Aber selbst dann, wenn der Vater seinen sofortigen Auszug aus der bis dato gemeinsamen Wohnung anbietet, um den Kindern das besagte Trauma zu ersparen, stellen die MitarbeiterInnen des Jugendamts das Wohl von Müttern über das der Kinder und gewähren ihrem Wunsch nach sofortigem Auszug bedingungslos Rückendeckung. Dabei lassen sie auch erkennbar fadenscheinige Begründungen gelten, lehnen jeden Gegenbeweis ab, erlauben die Mitnahme der Kinder als wären es Möbelstücke und bleiben selbst dann untätig, wenn die Mutter ihren Kindern beispielsweise einen viermaligen Wechsel der Behelfswohnung innerhalb von sechs Wochen zumutet.

 

Trotz anderslautender Bestimmungen des KJHG werden die Kinder nicht gefragt, ob sie diesen Wahnsinn mitmachen möchten. Eigentlich müssten sie unmittelbar angehört werden, bevor das Amt die Mutter bei ihrem abrupten Auszug unterstützt. Falls jedoch zu befürchten ist, dass sie den Plänen der Mutter bezüglich ihres künftigen Aufenthalts widersprechen würden, unterlässt das Amt einfach die durch § 8 vorgesehene Anhörung. Damit stellt das Amt die Wünsche und Bedürfnisse der Mutter über das Kindeswohl. Auch die an sich vorgeschriebene, im Anschluß an die Anhörung zu leistende Aufklärung der Kinder über ihre Rechte im Verfahren vor dem Familiengericht unterbleibt prinzipiell. Beides läuft faktisch auf offene Mißachtung gesetzlicher Bestimmungen hinaus. Durch seine bedingungslose Unterstützung der Mutter beim Verbringen von Kindern aus ihrem vertrauten Wohnumfeld gegen deren Willen fördert das Amt ungeniert massive Kindeswohlgefährdungen. Außerdem leisten die Mitarbeiter des Jugendamts Cochem so Beihilfe zur Kindesentziehung.

 

Einen unmittelbaren Eindruck von der persönlichen Umgebung der Kinder verschafft sich das Jugendamt im Allgemeinen erst, nachdem die Mutter ihre Odyssee beendet und eine passable Wohnung gemietet und fertig eingerichtet hat. In einem konkreten Fall ließ die zuständige Sachbearbeiterin, obgleich die Kinder zuvor überwiegend vom Vater betreut worden waren, stolze 12 Monate verstreichen, während derer die Mutter in aller Ruhe Fakten schaffen konnte. Eine Besichtigung der Wohnung des Vaters erfolgt entweder überhaupt nicht oder allenfalls auch erst zu diesem späten Zeitpunkt, wohl eher der Form halber und für die Akten.

 

 

Vorläufige Implementierung mütterfreundlicher Umgangsregelungen

 

Anstelle des in § 17 KJHG angesprochenen einvernehmlichen Konzepts für die Wahrnehmung der elterlichen Sorge wird dem Vater für die Phase bis zur endgültigen Klärung durch das Familiengericht eine Umgangsregelung aufgezwungen, welche die Mutter im Vorfeld allein mit dem Amt abgestimmt hat. Auch hier gilt wieder: die Kinder werden nicht gefragt, welche Vorstellungen sie bezüglich des Umgangs haben.

 

 

Bedingungslose Unterstützung der Mutter vor Gericht

 

In den nachfolgenden Umgangsverfahren vertritt das Amt einmal mehr kritiklos die Interessen von Müttern, indem seine Mitarbeiter Stellungnahmen abgeben, welche einseitig die Mutter begünstigen. Trotz der mittlerweile hinreichend vorliegenden Erkenntnisse zur Bedeutung einer paritätischen Teilhabe von Vätern an der Erziehung, die man durch die Einrichtung eines Wechselmodells gewährleisten kann, werden Anträge von Müttern, die auf ein Residenzmodell abzielen, rückhaltlos unterstützt. Von Kindern geäußerte Wünsche nach mehr Umgang mit dem Vater wertet das Amt mit der pauschalen Behauptung ab, die Kinder stünden in einem Loyalitätskonflikt und würden dies nur sagen, weil sie den Erwartungsdruck des Vaters spürten. Eine Begründung oder gar Beweise für diese Annahme wird nicht geliefert; andere Erklärungsmöglichkeiten oder Gegenargumente des Vaters werden nicht zur Kenntnis genommen.

 

Bezüglich der zu treffenden Umgangsregelung erteilt das Amt dem Gericht Empfehlungen, ohne diese logisch nachvollziehbar zu begründen. Dabei geht die Unterstützung sogar so weit, dass vor Gericht Falschaussagen getätigt werden.

 

 

Kinder werden mundtot gemacht

 

Auch in anderen Angelegenheiten agieren die Mitarbeiter des Amts unverhohlen als Komplizen der Mutter und versuchen, direkte Willensäußerungen der Kinder gegenüber dem Gericht durch frei erfundene Behauptungen zu verhindern, sofern sich der Kindeswille nicht mit den Machtansprüchen der Mutter deckt. So hat sich eine Mitarbeiterin des Amts bei einer Gerichtsverhandlung am 18. September 2012 gegen eine Anhörung der Kinder gewandt, indem sie verlautbarte, jene seien für eine persönliche Anhörung zu belastet. Angesichts der Tatsache, dass Frau Petri die Kinder zuletzt am 8. April 2011 gesprochen hat - wobei seinerzeit von Belastung keine Rede war (übrigens konnte auch die zuständige Familienrichterin gut vier Monate später, bei einem Hausbesuch am 24. August 2011, keine Anzeichen von Belastung feststellen) - ist diese Aussage nicht nachvollziehbar. Sie deckte sich allerdings zu 100% mit dem Ziel der Mutter, die gegen den erklärten Willen ihrer Kinder, welche ihrem Widerstand gerne vor Gericht Ausdruck verliehen hätten, eine Änderung der gerichtlichen Ferienregelung durchdrücken wollte.

 

Durch Stellungnahmen, in denen der Kindeswille ohne jede plausible Begründung grob missachtet wird, zeigt das Amt nicht nur seine völlige Unkenntnis der Ergebnisse neuerer pädagogischer und kinderpsychologischer Forschungen - siehe hierzu im Beitrag "Kindeswille" - sondern beteiligt sich in Umgangsverfahren an staatlicherseits verübter Kindesmisshandlung.

 

 

Kein Eingreifen trotz psychischer Probleme der Kinder

 

Werden im Zuge gerichtlich verfügter, auf Empfehlung des Amts zustande gekommener Umgangsregelungen schwere seelische Belastungen der Kinder erkennbar, verschließt das Amt davor die Augen. Dabei ignoriert man/frau sogar gravierende Schulprobleme sowie klare Symptome für körperliche und psychische Beschwerden der betroffenen Kinder. Selbst extrem kindswohlschädigendes Verhalten von Müttern in der Nachtrennungsphase wird unter den Teppich gekehrt, anstatt Zweifel an der Erziehungsfähigkeit zu wecken.

 

Oberstes Ziel bleibt, die Kinder um jeden Preis der Mutter zuzuschanzen. Entwicklungsstörungen, psychische Probleme, Schwierigkeiten in der Schule oder im Umgang mit Freunden werden als quasi unvermeidbarer Kollateralschaden billigend in Kauf genommen. Selbst wenn der Klassenlehrer und die Sozialarbeiterin der Schule den Eltern dringend anraten, sich um therapeutische Hilfe für ein Kind zu bemühen und der Vater dies möchte, die Mutter jedoch abblockt, hält das Jugendamt wiederum ihr die Stange. Grund: die Ursache für die Therapiebedürftigkeit des Kindes stammt aus ihrer Sphäre. Allein die Tatsache der Aufnahme einer Behandlung oder aber Dinge, die in deren Verlauf möglicherweise zu Tage treten würden, könnten ja eventuell ein schlechtes Licht auf die Mutter werfen. Weil das um jeden Preis vermieden werden muss, lässt man das Kind lieber unbehandelt weiter leiden.

 

 

Fragwürdige Polizeieinsätze

 

Einige Wochen später zog das Kind dann eigenmächtig unter Missachtung der rechtskräftigen Umgangsregelung zum Vater. Daraufhin erschienen Frau Petri und eine weitere Mitarbeiterin des Jugendamtes in Begleitung der Mutter, eines Gerichtsvollziehers und zweier Polizisten in der Schule des Kindes, um es zwangsweise in den mütterlichen Haushalt zu verbringen. Dankenswerterweise wurden jedoch weder Maschinengewehre noch Granatwerfer in Stellung gebracht. Vor allem aber zeigten der Gerichtsvollzieher und die Polizisten das in einer solchen Situation angebrachte Fingerspitzengefühl und waren nicht dazu bereit, körperlichen Zwang anzuwenden; das Kind durfte auch an diesem Tag zum Vater. Zum anschließenden Gerichtstermin schickte das Jugendamt dann einen anderen Sachbearbeiter, der die Übertragung des Lebensmittelpunktes auf den Vater befürwortete. Letzteres geschah dann auch, sodass zumindest dieser Fall zu einem guten Ende gelangt ist.

 

Es stellt sich allerdings die Frage, warum die zuvor zuständige Kollegin für den Einsatz auch die Polizei angefordert hat. Dachte sie vielleicht, die Aktion würde dadurch zu einer für das Kind wertvollen erlebnispädagogischen Maßnahme? Übrigens war früher genau diese Mitarbeiterin des Jugendamts Cochem, zusammen mit dem Leiter des Amts, deutschlandweit quasi als Sonderbotschafterin unterwegs, um Lobesarien über das Jugendamt Cochem wegen seiner Mitwirkung am "Cochemer Modell" zu singen.

 

Im Übrigen ergibt sich ein Widerspruch zum weiter oben geschilderten Fall. Während das Jugendamt dort die offene Mißachtung eines Gerichtsbeschlusses durch die Mutter toleriert und keinerlei Anstrengungen zu dessen Durchsetzung unternommen hat, wurden hier große Geschütze aufgefahren, obwohl klar erkennbar keine Kindesentziehung durch den Vater vorlag, sondern das Kind selbst nicht mehr bei der Mutter leben wollte. Ein Gespräch mit dem Jungen zur Erforschung seiner Motive suchte die Einsatzleiterin, immerhin eine Sozialpädagogin mit FH-Abschluss, nicht, obwohl dies naheliegend und der Situation angemessener gewesen wäre.

 

 

Zurückhalten von Informationen

 

Wie in einem weiteren Fall deutlich wird, werden Väter, die mehr Umgang mit ihren Kindern erreichen möchten, auch auf andere Weise systematisch benachteiligt. Hier wurde die Wohnung eines im Zuständigkeitsbereich eines anderen Jugendamtsbezirks lebenden Vaters, der mehr Umgang mit seinem Kind begehrte, von einem Mitarbeiter des dortigen Jugendamtes inspiziert. Dieser bewertete die Wohnverhältnisse ausdrücklich so, dass gegen häufigere und längere Aufenthalte des Kindes nichts einzuwenden sei. Dem Leiter des Cochemer Jugendamtes wurde dann eine entsprechende dienstliche Stellungnahme übermittelt. Letzterem war diese aber anscheinend etwas zu günstig für den Vater ausgefallen. Im laufenden Umgangsverfahren hielt er die positive Bewertung des Kollegen ganze sechs Monate zurück. Erst nach massivem Betreiben des Vaters fand sie dann schließlich doch Eingang in die Gerichtsakten.

 

 

Unqualifizierte Äußerungen zu Allem und Jedem

 

2012 war vor Gericht darüber zu befinden, ob ein Kind getrennt lebender Eltern noch ein weiteres Jahr den Kindergarten besuchen soll - was die Mutter befürwortet - oder eingeschult wird. Weil letzteres dem Wunsch des Kindes entsprach, wollte der Vater die Schulreife des Kindes durch eine schulärztliche Untersuchung überprüfen lassen, damit die Eltern dann auf einer sicheren Grundlage die richtige Entscheidung treffen können. Selbst diese Untersuchung, bei der es sich um einen Routinevorgang handelt, wollte die Mutter jedoch verhindern. Da eine gütliche Einigung hierüber nicht möglich war, stellte der Vater einen entsprechenden Antrag bei Gericht. In der Verhandlung gab die zuständige Mitarbeiterin des Jugendamts eine Stellungnahme ab, die einmal mehr einseitig den Antrag der Mutter unterstützte.

 

Obwohl nach einhelliger Auffassung von Psychologen und Pädagogen mit schwerwiegenden Folgen zu rechnen ist, wenn ein wissbegieriges, anstrengungsbereites Kind gegen seinen Willen in einer von ihm als langweilig und unterfordernd empfundenen Einrichtung verbleiben muss, sah Frau Petri keinerlei Notwendigkeit, die Schulfähigkeit des Jungen überprüfen zu lassen. Allein das ist an sich schon unglaublich: Um mögliche Schäden vom Kind abzuwenden, hätte sich die Mitarbeiterin vielmehr unbedingt für eine gründliche Überprüfung der Schulreife stark machen müssen! Stattdessen meinte sie nur, ein weiteres Jahr im Kindergarten täte dem Jungen als Vorbereitung auf die Schule sicher gut. Vor dem Hintergrund, dass die "Schuleignungsdiagnostik" eine komplexe Materie ist und eine spezifische Sachkenntnis erfordert, die Frau P. nicht besitzt, ist ein solches Gebaren absolut verantwortungslos und mit dem dienstlichen Auftrag des Jugendamtes auch beim besten Willen nicht mehr vereinbar.

 

Zwischenzeitlich haben übrigens sowohl der Amtsarzt als auch eine auf dem Gebiet der Schuleignungsdiagnostik tätige Diplompädagogin die Schulfähigkeit des Kindes ohne Einschränkung bestätigt. Hätte sich die Mitarbeiterin des Amts durchgesetzt, wären für das Kind höchstwahrscheinlich negative psychische Folgen in Form von Frustration und Depression eingetreten, die eine gesunde kognitive und emotionale Entwicklung stark gefährdet hätten.

 

 

Ablehnende Haltung zur Gemeinsamen Sorge unverheirateter Paare

 

Sofern Mütter, die mit dem Kindsvater nicht verheiratet sind, beim Amt zwecks Abgabe einer Erklärung zu einem gemeinsamen Sorgerecht vorstellig werden, erhalten sie den Rat, diesen Schritt noch mal gründlich zu überdenken. Anstelle einer Ermunterung wird auf mögliche Probleme verwiesen. Damit stellt das Amt die Weichen für Umgangsboykotte und Vater-Kind-Entfremdungen nach einer möglichen Trennung unverheirateter Paare.

Angesichts der Tatsache, dass Kinder im Normalfall und erst recht nach einer Trennung beider Elternteile für eine gesunde Entwicklung bedürfen, hat diese Beratungspraxis fatale Folgen. Wie fortschrittliche Psychologen und Sozialpädagogen schon Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts erkannt haben (siehe dazu beispielsweise die Ausführungen von Christine Knappert auf der Seite "Rechtsprechung zum Wechselmodell"), ist es aber gerade die häufige mütterliche Allmacht, welche tiefgreifenden Streit zwischen den Eltern verfestigt und Kontaktabbrüche zwischen Kindern und ihren Vätern begünstigt. .

 

In Cochem wurden die Uhren dagegen nach dem Weggang von Jürgen Rudolph und dem Ende des Cochemer Modells zurückgedreht. Das deutlich vom ländlichen Milieu geprägte Personal pflegt nun wieder antiquierte Denkschablonen, wonach Kinder per se zu ihren Müttern gehören und Rechte für Väter bloß Konflikte fördern, die dem Kind mehr schaden als die Ausgrenzung des Vaters.

 

 

Einzelnachweise

 

1. Kommunal- und Verwaltungsreform Rheinland-Pfalz

2. Kreisverwaltung Cochem-Zell, Ansprechpartner A-Z, Jugend und Familie (Fachbereich 5)

3. Kreisverwaltung Cochem-Zell, Ansprechpartner A-Z, Jugend und Familie - Allgemeine Dienste (Referat 50)

4. Kreisverwaltung Cochem-Zell, Ansprechpartner A-Z, Abteilung Pädagogische Hilfen, Schutz für Kinder (Referat 52)

5. Bürgerservice.de Kreisverwaltung Cochem-Zell

6. Rheinland-Pfalz regional: Datenkompass Bevölkerung und Gebiet, Haushalte und Familien - Landkreis Cochem-Zell

7. meinestadt.de - Kreis Cochem-Zell

8. OLG Köln, Beschluss vom 19.04.2012